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Kosten

Serielle Sanierung: Kosten realistisch einordnen

Die Kosten einer seriellen Sanierung lassen sich nicht pauschal beziffern – sie hängen von Fassadenfläche, Geometrie, Zielstufe und Zusatzgewerken ab. Was sich benennen lässt, sind die Kostentreiber, die Förderwirkung und die Positionen, die im Vergleich zur konventionellen Sanierung entfallen.

Technische Darstellung des Systemaufbaus einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade
bis 40 %
Zuschuss auf förderfähige Kosten
2–3 Wochen
Bauzeit statt ca. 9–10 Wochen
1 Vertrag
statt Einzelvergabe je Gewerk
24–30 cm
Gesamtaufbaudicke

Im Detail

Was Sie wissen sollten

Was die Kosten bestimmt

Maßgeblich sind die abzuwickelnde Fassadenfläche, die Zahl der Öffnungen, die Komplexität der Geometrie (Erker, Balkone, Rücksprünge), die angestrebte Effizienzhaus-Stufe und die Zugänglichkeit für den Kran. Hinzu kommen optionale Gewerke wie Dach, Photovoltaik, Speicher oder Wärmepumpe.

Bei mehreren baugleichen Gebäuden sinkt der Planungs- und Fertigungsaufwand ab dem zweiten Objekt spürbar, weil Elementraster und Details übernommen werden.

Positionen, die entfallen

Gegenüber einer konventionellen Fassadensanierung entfallen oder verkürzen sich: lange Gerüststandzeiten, Nassarbeiten mit Trocknungszeiten, witterungsbedingte Stillstände, Bauschuttentsorgung aus dem Innenbereich und – im vermieteten Bestand – Umsetzwohnungen und Mietminderungen.

Diese Positionen tauchen in Angeboten oft nicht als eigene Zeile auf, verändern die Gesamtkosten eines Projekts aber erheblich.

Förderung mitrechnen, nicht danach

Die Förderquote wirkt auf die förderfähigen Kosten bis zum programmseitigen Höchstbetrag je Wohneinheit – nicht auf die gesamte Rechnungssumme. Wer die Förderwirkung erst nach der Beauftragung prüft, verliert sie in der Regel: Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn gestellt sein.

Im Fördermittel-Check lässt sich die Größenordnung für das eigene Objekt vorab bestimmen; die verbindliche Grundlage liefert die Bestätigung des Energieeffizienz-Experten.

Auf einen Blick

Die wichtigsten Punkte

  • Kostentreiber: Fläche, Öffnungen, Geometrie, Zielstufe, Kranzugang
  • Degression bei baugleichen Gebäuden im Portfolio
  • Entfallende Gerüst-, Trocknungs- und Stillstandzeiten
  • Keine Umsetzwohnungen, geringeres Mietminderungsrisiko
  • Förderquote bis 40 % auf förderfähige Kosten
  • Ein Ansprechpartner statt Koordination mehrerer Gewerke

Häufige Fragen

Antworten zu diesem Thema

Gibt es einen Quadratmeterpreis?

Seriös nicht pauschal. Jedes Element ist ein Unikat; der Preis entsteht aus Geometrie, Öffnungen, Zielstufe und Logistik. Nach dem Aufmaß liegt eine belastbare Kalkulation vor.

Ist seriell teurer als konventionell?

Die reine Fassadenposition ist nicht automatisch günstiger. Über Bauzeit, entfallende Nebenkosten und die höhere Förderquote verschiebt sich die Gesamtrechnung jedoch häufig zugunsten der seriellen Sanierung.

Wann amortisiert sich die Maßnahme?

Das hängt von Energiepreis, Ausgangsverbrauch und Förderhöhe ab. Der Amortisationsrechner im Projektcheck bildet die Bandbreite für Ihr Objekt ab.

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