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Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade trennt Dämm- und Witterungsebene konstruktiv. Zwischen beiden liegt eine belüftete Ebene, die Feuchte abführt – die bauphysikalische Grundlage für Dauerhaftigkeit.

Schnittdarstellung des Aufbaus einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade
7 Schichten
Systemaufbau
24–30 cm
Gesamtaufbaudicke
0,088 W/(m²K)
Ist-U-Wert
trocken
mechanisch befestigt

Im Detail

Was Sie wissen sollten

Der Aufbau von innen nach außen

Bestandswand, Trägerplatte, Cell-Matrix-Dämmung, zweite Trägerplatte, Hinterlüftungsebene, Trägerplatte und die fertige Oberfläche nach Wahl. Jede Schicht hat genau eine Aufgabe – Tragen, Dämmen, Belüften, Schützen, Gestalten.

Warum die Trennung entscheidend ist

Bei geschlossenen Systemen liegt die Witterungsebene direkt auf der Dämmung. Eindringende Feuchte kann nur begrenzt entweichen. Die belüftete Ebene der VHF führt Feuchte kontrolliert ab und reduziert damit Schadensrisiken über die Nutzungsdauer.

Zugleich lässt sich die Oberflächenebene später einzeln erneuern, ohne die Dämmung anzutasten.

Befestigung im Bestand

Die Elemente werden an zuvor gesetzten Laschen eingehängt und mechanisch befestigt. Je nach Untergrund erfolgt die Lastabtragung in Mauerwerk, tragende Innenschale oder Beton. Unebenheiten werden über justierbare Profile ausgeglichen.

Auf einen Blick

Die wichtigsten Punkte

  • Konstruktive Trennung von Dämm- und Witterungsebene
  • Belüftete Ebene führt Feuchte dauerhaft ab
  • Oberfläche separat austauschbar
  • Toleranzausgleich ohne Ausgleichsputz
  • Keine Nassarbeiten auf der Baustelle
  • Nach anerkannten Regeln der Technik geplant und nachgewiesen

Häufige Fragen

Antworten zu diesem Thema

Worin unterscheidet sich VHF von WDVS?

Beim WDVS wird die Dämmung geklebt und verputzt; bei der VHF hängt eine belüftete Witterungsebene davor. Das verändert Feuchteverhalten, Instandhaltung und Rückbaufähigkeit.

Ist die Hinterlüftung ein Wärmeverlust?

Nein. Die Dämmebene liegt raumseitig der Belüftung; der nachgewiesene Ist-U-Wert des Gesamtaufbaus beträgt 0,088 W/(m²K).

Welche Oberflächen sind möglich?

Plattenwerkstoffe in verschiedenen Formaten und Farbtönen sowie Photovoltaik in der Fassadenebene.

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