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Energetische Fassadensanierung

Die Fassade ist die größte zusammenhängende Fläche der Gebäudehülle – und damit der größte Hebel für den Wärmeverlust. Eine energetische Fassadensanierung entscheidet, welche Effizienzhaus-Stufe überhaupt erreichbar ist.

Energetisch saniertes Gebäude mit vorgehängter hinterlüfteter Fassade
0,088 W/(m²K)
Ist-Wert nach Sanierung
≈ 1/3
des GEG-Grenzwerts
EH 40 – EH 70
erreichbare Stufen
± 2 mm
Aufmaßtoleranz

Im Detail

Was Sie wissen sollten

Wärmeverluste dort senken, wo sie entstehen

In unsanierten Gebäuden der Baujahre bis 1979 entfällt ein erheblicher Teil des Transmissionswärmeverlusts auf die Außenwand. Wird dieser Anteil auf einen Ist-U-Wert von 0,088 W/(m²K) gebracht, verschiebt sich die gesamte Energiebilanz des Gebäudes.

Erst dadurch wird die Anlagentechnik sinnvoll dimensionierbar: Eine Wärmepumpe arbeitet in einer gut gedämmten Hülle mit niedrigeren Vorlauftemperaturen und höherer Jahresarbeitszahl.

Wärmebrücken werkseitig lösen

Laibungen, Attika, Sockel und Fensteranschlüsse sind die klassischen Schwachstellen. Weil diese Details in der Elementplanung vorab konstruiert und im Werk ausgeführt werden, entfallen improvisierte Lösungen auf der Baustelle.

Fassade als Teil des Gesamtkonzepts

Fassade, Fenster, Dach und Anlagentechnik greifen ineinander. Werden sie gemeinsam geplant, lässt sich die Zielstufe wirtschaftlich erreichen – und die Förderquote steigt gegenüber der Summe einzelner Maßnahmen.

Auf einen Blick

Die wichtigsten Punkte

  • Außenwand als größter Einzelposten des Wärmeverlusts
  • Werkseitig gelöste Wärmebrückendetails
  • Bessere Arbeitsbedingungen für Wärmepumpen
  • Grundlage für Effizienzhaus-Stufen und Förderquote
  • Nachweise für Antrag und Verwendungsnachweis inklusive
  • Kombinierbar mit PV in der Fassadenebene

Häufige Fragen

Antworten zu diesem Thema

Reicht die Fassade allein für ein Effizienzhaus?

Meist nicht allein, aber sie ist der größte Einzelbeitrag. Zusammen mit Fenstern, Dach und Anlagentechnik werden die Stufen erreichbar.

Wie wird der U-Wert nachgewiesen?

Über die objektbezogene bauphysikalische Berechnung des Gesamtaufbaus, die Grundlage der Bestätigung durch den Energieeffizienz-Experten ist.

Was bringt das im Verbrauch?

Das hängt vom Ausgangszustand ab. Der Amortisationsrechner im Projektcheck bildet die Bandbreite für Ihr Objekt ab.

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